ND252 Cube
Schnell ausrichten.
Präzise verfeinern.
Warum der Cube Schnellneigung und Getriebeverstellung trennt – und was sich dadurch bei der Bildgestaltung ändert.

Den Aufnahmestandpunkt zu finden und den Horizont fein auszurichten stellt unterschiedliche Anforderungen an einen Stativkopf. Der Cube gibt jeder Bewegung eine eigene Bedienung.
Ein großer Bereich. Eine feine Einstellung.
Eine deutliche Änderung des Kamerawinkels und eine kleine Horizontkorrektur sind unterschiedliche Vorgänge. Die erste erfordert einen sinnvollen Verstellbereich, die zweite eine kontrollierte Bewegung in kleinen Schritten.
Der frühere ND2 nutzte ein kleines Schneckenrad an einer einzigen Neigungsachse für einen großen Verstellbereich. Kleinserienversuche zeigten Grenzen bei Bedienkraft, Arretierung und der Kontrolle mechanischen Spiels. Die Entwicklung vom ND2 zum Cube dauerte drei Jahre.
Die daraus entstandene Konstruktion verteilt die Aufgaben auf zwei getrennte, parallele Neigungsachsen: eine für die schnelle Ausrichtung, die andere für die getriebene Feinverstellung.
Jeder Bewegung ihre eigene Aufgabe.
Für die feine Neigung verwendet der Cube einen bogenförmig geführten Schneckentrieb mit großem Durchmesser. Diese Anordnung ermöglicht eine gleichmäßige, stabile Verstellung innerhalb eines begrenzten Bereichs. Eine separate Schnellneigungsachse übernimmt die größeren Bewegungen. Bei deutlichen Winkeländerungen muss der Getriebetrieb deshalb nicht über den gesamten Bereich gedreht werden.

Getriebeneigung und Horizontnivellierung bieten jeweils ±15° Verstellung. Beide sind selbsthemmend und halten die Position ohne zusätzliche Arretierung. Zusammen ermöglichen die beiden Neigungsachsen 90° nach unten und 67° nach oben.
Den Winkel von Hand einstellen.
Die Schnellneigungsachse arretieren.
Den Bildausschnitt mit dem Getriebe verfeinern.
Ein Bildausschnitt, drei bewusste Schritte.
Den Kamerawinkel einstellen
Stützen Sie die Kamera mit der rechten Hand und bedienen Sie mit der linken die Schnellneigungsarretierung. Bewegen Sie die Kamera in den ungefähren Aufnahmewinkel.
Die Schnellneigungsachse arretieren
Sichern Sie diese Achse, bevor Sie die Kamera loslassen. Während der Einstellung kann eine gewisse Reibung bestehen bleiben; die Kamera muss dennoch abgestützt werden.
Den Bildausschnitt verfeinern
Nehmen Sie die letzten Korrekturen mit den Bedienelementen für Getriebeneigung und Horizontnivellierung vor. Diese halten die Position ohne zusätzlichen Arretierschritt.
Dieser Ablauf eignet sich für Landschaften, Innenräume und Stillleben. Die schnelle Winkeländerung macht den Cube zugleich für alltägliche Aufnahmen mit herkömmlichen Kameras und Objektiven nutzbar.
Die Kamera nahe an ihrer Auflage halten.
Der Cube hat eine Gesamthöhe von 100 mm. Seine kompakte Konstruktion hält die Kamera nahe an der Stativauflage. Die Fein-Neigungsachse liegt näher an der Kameraachse als beim früheren ND2.
Die Angabe 100 mm bezeichnet die Gesamthöhe des Kopfes, nicht eine gemessene Schwerpunktshöhe. Ohne Schnellwechselplatte wiegt der Kopf 670 g.
Den Anschluss auf Ihre Kamera abstimmen.
Die Arca-kompatible Klemme enthält eine 60-mm-Schnellwechselplatte. Die Basis bietet eine manuelle 360°-Schwenkung mit eigener Arretierung. Ein 3/8-Zoll-Gewinde verbindet den Kopf mit dem Stativ.
Für zusammengesetzte Panoramen lässt sich oberhalb des Kopfes ein S64-Panoramamodul ergänzen. Es ist optional und beim ND252 nicht enthalten.
- Getriebeneigung / Horizontnivellierung
- ±15° je Modul
- Kombinierter Neigungsbereich
- 90° nach unten / 67° nach oben
- Gesamthöhe
- 100 mm
- Gewicht
- 670 g ohne Platte
- Empfohlene maximale Last
- 10 kg
- Enthalten
- 60-mm-Schnellwechselplatte
